My Love called Venezia

Ich liebe Venedig, und das ist kein Geheimnis. Deswegen hab ich mich wahnsinnig gefreut, dass ich heuer wieder ein paar Tage nach Italien reisen konnte. Dieser Trip war der erste, den ich mehr oder weniger selbst „organisiert“ habe, und ich will euch gerne meine Fehler erklären und auch Tipps geben die euch helfen könnten.

 

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Da fühl ich mich wohl!

 

1. Anreise

Ich bin mit dem Zug (EuroNight) in einem 6er-Abteil über Nacht 11 Stunden lang nach Venedig gefahren – schlechte Idee!!!

Wenn man aus Wien direkt nach Venedig will, gibt es 3 Möglichkeiten: Auto, Zug oder Flugzeug. Es kommt ganz drauf an, wie lang man bleiben will. Mit den Auto zu fahren zahlt sich meiner Meinung nach nur dann aus, wenn man sonst noch in der Umgebung Urlaub macht, und sich entscheidet vorher oder nachher nach Venedig zu fahren. Die Parkplätze dort sind sehr teuer und wenn, sollte man in den Außenbezirken (z. B. in Mestre) parken.

Flugzeug hab ich noch nie ausprobiert, aber ich denk mir, dass das sicher angenehm ist, und vor allem schnell geht.

Ich hab  wie gesagt den Zug gewählt und wenn man das wirklich machen will, sollte man darauf achten, dass man einen Zug aussucht, der nicht zu lange fährt, weil 11 Stunden dauern schon wirklich sehr lange. Außerdem ist ein Liegewagen sehr empfehlenswert. Auch wenn man sich nie sicher sein kann, mit wem man in einem Abteil ist, und wie laut diese Menschen sind, kann man wenigstens angenehm liegen.

 

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Blick beim Ankommen mit dem Schiff – schön aber zahlt sich nicht aus, weil man dann zu zeitig wieder zurück muss :( (mit einem Vaparetto bekommt man das gleiche zu sehen)

 

Wenn man schon in Italien ist, Urlaub macht, und nur als Tagestourist nach Venedig, will könnte man theoretisch auch mit einem Schiff fahren. Wie schön da auch die Ankunft ist, es ist nicht wirklich klug, weil man da viel zu früh wieder zurück muss, und Venedig erst am Abend so richtig schön ist. Mein Tipp: einfach mit dem Zug von einer Station etwas außerhalb von Venedig rein fahren. Die Züge fahren ca. bis Mitternacht zurück – um einiges besser als schon um 7 mit dem Schiff zurück zu müssen!

 

2. Hotel

In Venedig kann man sowohl in Palästen wohnen, als auch in Jugendherbergen mit Bädern am Gang. Für mich beides eher weniger Attraktiv: Das erste aus Geldgründen, das zweite wegen wäh!

Zu Anfang wollte ich einfach eine airbnb Wohnung suchen, die sind aber auch nicht gerade billig und zu dem Preis, den ich ausgeben wollte, nicht wirklich schön. Also habe ich dann doch einfach über booking.com gebucht – und ich war nicht wählerisch. Meine 3 Kriterien:

  1. Nahe am Bahnhof
  2. Billig
  3. Bad im Zimmer

Da hab ich dann einfach das erste Angebot genommen, weil es für eine Nacht egal ist, und man sowieso nie genau weiß, wo man landet. Bei mir wurde es das Hotel Florida. Hammer. Hat nur € 100 für eine Nacht und zwei Personen gekostet, war schön, das Bett war wundervoll (ich war aber so fertig, dass ich überall geschlafen hätte 😉 ) und das Badezimmer hatte eine eigene Duschtasse, was in Italien jetzt nicht überall die Norm ist (ihr merkt schon, ich bin alles andere als wählerisch).

Der einzige Nachteil: die Wände waren so dünn, dass wir ab 8 Uhr die Gäste im Stock unter uns mit dem Frühstücksbesteck klimpern gehört haben. (Total unnötig, weil das Frühstück alles andere als berühmt war)

 

3. Fortbewegung

Macht euch auf eine Hatscherei gefasst 😀 Das was Venedig ausmacht sind nun mal kleine Gässchen, viele Brücken mit vielen Stufen und Kanäle. Da in Venedig grundsätzlich (fast) alles mit Rädern verboten ist (Ausnahmen sind Koffer, Kinderwagen, Müllwagerl, Einkaufstrollies – glaube ich und hab ich zumindest beobachtet), weiß man, dass einem am Abend sicher die Füße weh tun werden.

Aber es ist alles halb so schlimm – ihr braucht jetzt nicht eure teuren Nike Turnschuhe oder peinlichen Trekking Sandalen auspacken – von meinen 3 Mal Venedig war ich bis jetzt 1 Mal mit Wedges und 2 Mal mit Flip-Flops (ja, ich liebe sie und steh dazu 😀 )

 

 

Will man sich am Wasser fortbewegen gibt es Taxis (zu teuer), Gondeln (vielleicht romantisch, aber viiiiiiiiiel zu teuer) und Vaparettos, die im Endeffekt nichts anderes als Wasserbusse sind (auch nicht gerade billig, aber dennoch die beste Alternative). Eine Einzelfahrt (bzw. ein 75 min Ticket) kostet € 7,50 und für 24 Stunden zahlt man € 20,00. Geht. Man muss halt mindestens so oft fahren, dass es sich auszahlt ein Tagesticket zu nehmen. Und vor allem darauf achten, dass man nicht genau 10 min nach Ablauf des 24 Stunden Tickets einsteigen will – man (oder eher ich) ärgert sich dann unglaublich.

 

4. Essen

Ich könnte euch jetzt das most fancy Restaurant oder den billigsten Imbiss aus Venedig empfehlen, aber das macht gar keinen Sinn. Mein Tipp: geht einfach spazieren und wenn ihr Hunger habt, setzt euch in das nächste Restaurant, dass euch gefällt. Es ist Italien – da schmeckt’s beinahe überall und viel kann man auch nicht falsch machen.

Es wird zwar nicht überall Low-Budget sein, das ist in Venedig sowieso klar, aber natürlich isst man um einiges billiger, wenn man sich nicht direkt an der Rialto Brücke oder am Markusplatz (Mineralwasser 0,33 l kostet dort € 8,00) ein Lokal aussucht. Zu zweit haben wir meistens für eine Vorspeise, Hauptspeise und Getränke ca. € 50,00 gezahlt. Ja, Venedig ist teuer, aber mir persönlich ist es das eine Mal im Jahr egal, wenn ich dafür in Venedig sein kann 😀

 

 

Für Bar’s gilt das selbe und ein kleiner Tipp was (Wasser-)eis angeht: es gibt viele kleine Geschäfte, in denen Wassereis am Stiel verkauft wird, wo man selbst entscheiden kann welche Glasuren und Verzierungen man dazu haben möchte. Genial! Das gleiche gibt es auch in der Nähe vom Bahnhof von Magnum – ich bin aber kein Magnumfan, hat mich also weniger begeistert.

 

Alles in allem gibt es ein Paar Dinge, die für eine Venedigreise eingepackt werden müssen: Geld, Hunger, ein Auge für die Schönheit der Stadt und kühlende Fußcreme. Dann kann es nur ein unvergesslich schöner Trip werden – selbst wenn man auf einer 11 Stündigen Zugfahrt nur knappe 4 Stunden schlafen kann 😉

Diesmal ein besonders italienisches Ciao, eure Juvigra (:

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