Auf nach Mykonos I

Ich habe, gemeinsam mit vier Freunden, die letzte Woche in Mykonos in Griechenland verbracht. (Ja, direkt während der Krise 😮 ). Falls Ihr auch plant dort hin zu fahren, habe ich hier schon ein paar Eindrücke für euch.

1. Der Flughafen

Mykonos hat den kleinsten Flughafen, auf dem ich je war. Man geht direkt vom Flugzeug zu Fuß in das Gebäude und steht dann sofort vor den Gepäckbändern. Der Flughafen hat auch nur 3 Gates, aber ich denke, dass das vollkommen reicht, Mykonos ist ja nicht gerade der Flug Umschlagplatz. ABER es gibt sogar ein Duty Free, und ja, ich habe mir etwas gekauft: einen Victoria’s Secret Body Mist in der Duftrichtung Secret Charm. War aber leider eine Abzocke, da ich etwa 50 % mehr gezahlt habe, als ich es zu Hause tun würde.

2. Unser Hotel

Wir haben zu fünft in einem Apartment in den Navi Blue Suites mit Meerblick und Pool gewohnt, dafür haben wir für sieben Nächte € 1.315,00 bezahlt (das sind ca € 37,00 pro Nacht und Person, was in Ordnung ist). Das Apartment an sich war sehr schön, nur leider war nicht in jedem Schlafzimmer eine Klimaanlage, was in einer heißen Nach schrecklich sein kann. Aber es war sehr sauber, die Küche war ausreichend ausgestattet und vor allem die Besitzer der Anlage, sie haben direkt neben uns gewohnt, waren wirklich sehr nett. Das Pool war  schön groß und vor allem auch sehr tief.

Navi Blue Suites

Navi Blue Suites

Das einzige Problem war die Lage. Es liegt in Kanalia, Ornos auf einem Hügel, oder eher Berg. Der Supermarkt und alle Strände waren aber im „Tal“ – und es ist wirklich nicht lustig mit schweren Einkaufstaschen einen sehr steilen Hang hinaufzusteigen.

3. Die Strände

Der Strand der Korfos Bucht, also der nähste zu unserem Apartment (ca. 5-7 min zu Fuß-> eigentlich ganz nah aber der Berg macht den Weg schwieriger), ist leider nicht so schön. Er liegt direkt an der Straße, wird  nicht wirklich geputzt und ich glaube auch, dass da direkt ein Abwasserschlauch ins Meer mündet. Auf diesem Strand waren hauptsächlich Einheimische aber auch viele Kitesurfer.

Der zweite Strand, den wir besucht haben war der Ornos Beach (ca. 7 -10 min zu Fuß). Er ist nicht direkt an der Straße, und man kann sich dort auch Strandliegen mit einem Schirm mieten. Ganz nett, aber mir leider etwas zu schmal.

Vom Ornos Beach fahren in regelmäßigen Abständen (von 10 bis 14 Uhr im Stundentakt) Badeboote zu verschiedenen Stränden: Platy Gialos, Paraga, Paradise, Super Paradise, Agrari und Elia. Kauft man sich eine Fahrt zu und von einem Strand ist das Ticket ziemlich günstig, will man aber an jedem Strand ein- und aussteigen, muss man schon € 20,00 zahlen. Wir haben das gemacht, sind dann aber trotzdem bei einem Strand geblieben – also Geldverschwendung. Die Boote sind aber nicht wirklich voll und man findet auch meistens einen guten Sitzplatz.

Wir sind dann am Paradise Beach geblieben und haben uns dort vor dem Tropicana Hotel für € 12,00 zwei Liegen und einen Schirm für den ganzen Tag gemietet. Der Sand ist dort leider ein bisschen kiesig aber das Service ist super. Kellnerinnen (ja, nur Frauen) laufen den ganzen Tag bei den Strandliegen vorbei, und bringen dir alles, auf was du lust hast. Manchmal bekommt man auch (kurz vor dem Mittagessen) kleine gratis Häppchen vorbei gebracht, die wahrscheinlich Lust auf das Essen von dem Restaurant machen sollen – hat geklappt. Die Pizza, die wir dort gegessen haben war auch richtig gut, und die Getränkeauswahl riesen groß. Um 16:30 beginnt dort dann auch schon die Party mit DJ, halbnackten Tänzerinnen und Tänzern und einer Art „Animateur“ der die Leute zum Tanzen holt.

Das Meer ist aber bei jedem einzelnen Strand richtig klar, schön und türkis. Also sehr verführerisch, und ich bin sogar ins Meer schwimmen gegangen, obwohl ich das normalerweise nicht so gern mache, aber es war wirklich wunderschön.

 4. Die Stadt

In den ersten 5 Tagen unserer Reise haben wir die Stadt leider immer nur bei Nacht gesehen, aber am vorletzen Tag haben dann meine Freundin und ich beschlossen, dass wir einen Alleingang bei Tageslicht wagen. – Und das war eine gute Entscheidung!

Die Stadt ist wunderschön: nur weiße Häuser mit bunten Türen und Fensterbänken, enge Gassen und viele versteckte Orte, an denen man eine fantastische Aussicht auf den Horizont am Meer hat. Die Windmühlen von Mykonos (das sind die Wahrzeichen der Insel) sind jetzt nicht gerade ihren Hype wert – es sind einfach stillgelegte alte Windmühlen. Aber Klein-Venedig ist ein wirklich schönes Fotomotiv. Leider sieht es nur von Weitem gut aus, und man kann nicht wirklich dort hin gehen, weil es direkt ins Meer gebaut wurde. Ich als Venedig-Liebhaberin denke natürlich, dass es nicht ans Original ran kommen kann, aber es ist wirklich schön.

In den Gassen der Stadt entdeckt man immer wieder kleide Überraschungen wie Geschäfte, Kunst oder Kakteenwälder. Der einzige Nachteil an diesen kleinen, verschlungenen Gassen ist, dass man sich wirklich schnell verirren kann. Am ersten Abend wurde aus einem kleinen Spaziergang zurück zu den Taxis eine 1,5 h lange Wanderung 😉 – aber Stadtpläne können da gut aushelfen, und wenn man in irgendeiner Gasse steht und verloren drein schaut, sind immer nette Einheimische da, die sofort ihre Hilfe anbieten.

Die Einwohner sind wirklich sehr nett, hilfsbereit und auf keinen Fall fotoscheu. Es kann schon mal passieren, dass man, sobald man eine Kamera auspackt, gleich ein Foto von oder mit einem Griechen machen „muss“.

5. Das Wetter

Das Wetter in Mykonos darf man nicht unterschätzen. Es ist wirklich sehr windig auf Mykonos und deswegen ein Paradies für Kitesurfer und andere Wassersportler, die Wind brauchen. Dadurch, dass man dank der Briese die Sonne nicht so stark spürt, besteht große Sonnenbrandgefahr. Ich persönlich hab auch die Erfahrung gemacht, dass im Süden der Insel weniger Wolken sein könnten und der Wind nicht genauso stark geht.

 

Das war jetzt vorerst das Allgemeine zu der Insel. Ein weiterer Blogpost folgt aber noch, in der ich mehr über die Abende in Mykonos erzählen, und euch ein paar Essens und Shopping Tipps geben werde.

Bis dahin, viel Spaß bei der Urlaubsplanung und Ciao, eure Juvigra (:

 

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *